Ein wesentlicher Zweck von Gemeinden und deren politischen Vertreter:innen ist die Interessensvertretung von Bürger:innen. Wir als KKY versuchen uns zu organisieren und gut durchdachte Vorschläge, basierend auf wichtigen Interessen von Bürger:innen, zur Verbesserung unserer Gemeindestrukturen an den Gemeinderat vorzubringen.
Leider ist es gängige Praxis, dass unsere Vorschläge, die über offizielle Kommunikationswege (e-mail) an Gemeinderät:innen eingebracht werden, gänzlich ohne Rückmeldung verbleiben. Welche Konsequenzen hat das für uns Bürger:innen? Wenn Gemeinderät:innen, die ihrem politischen Amt wohlgemerkt nicht ehrenamtlich nachgehen, nicht auf Anliegen von Bürger:innen reagieren, dann riskieren diese, ihrer grundlegenden Aufgabe der Interessenvertretung nicht nachzukommen. Die Konsequenzen für uns Bürger:innen sind also drastisch.
Es ist uns wichtig, zu betonen, dass wir unsere Interessen nicht nur dann vertreten sehen, wenn wir positive Rückmeldung auf unsere Vorschläge bekommen.
Neben positiven Rückmeldungen gehört zur Interessensvertretung auch ganz prinzipiell, darüber informiert zu werden, dass ein Anliegen eingegangen und in Bearbeitung ist. Rückmeldung auf Ansuchen von Mitmenschen zu geben ist wohl auch ein Grundpfeiler der guten und respektvollen Kommunikation.
Zur Interessensvertretung gehören aber auch negative Rückmeldungen, in denen die Ablehnung eines Ansuchens begründet wird. Es ist nämlich auch ein übergeordnetes Interesse von Bürger:innen, zu erfahren, warum gewisse Vorschläge nicht umgesetzt und damit verbundene
Interessen nicht vertreten werden können.
Die gängige Praxis von Gemeinderät:innen überhaupt keine Rückmeldung auf Anliegen von Bürger:innen zu geben, bedeutet folglich, dass die Funktion der Interessenvertretung in keiner der drei beschriebenen Weisen erfüllt wird.
Wir wünschen uns, dass die Funktionär:innen der Gemeinde beginnen, ihren wichtigen Aufgaben nachzukommen, also beginnen, mit uns zu kommunizieren.

