Bürgerforum am 3.11.2023

Das Bürgerforum zum Thema – Das neue Schulzentrum Ybbs – am 3.11.2023

undemokratisch . respektlos . zensurierend . unprofessionell . inkompetent . von oben herab.

Die Bürgermeisterin schlüpfte zu Beginn in ihren halben Brotberuf als Lehrerin und hielt einen 40-minütigen Frontalvortrag von der Bühne herab. Die letzten 10 Minuten ihres Monologes bestanden aus der Beantwortung von Fragen, die niemand gestellt hatte, und mit denen sie ihre falsche und spekulativen Aussagen zu untermauern versuchte und die fehlenden Fakten weiter schuldig blieb.

In diesem Stil ging es weiter.

Sachliche Fragen wie „Ist bauen auf der Grüne Wiese noch sinnvoll?“, beantwortete die Bürgermeisterin skurril: „Der Sportplatz ist sowas wie eine Monokultur.“Die Zukunft der Gemeinde und unserer Kinder und Enkeln scheint der Bürgermeisterin völlig egal zu sein, was sie mit für ihr Amt skandalösen Aussagen bewies: „Was in 30 Jahren ist, ist mir egal, da bin ich unter der Erde.“

Auch falsche Angaben präsentierte sie.

Die angeblichen Baukosten für die Schule betragen laut Bürgermeisterin € 2.100,- pro m2, sie habe beim Land nachgefragt. Diese Zahl stammt aus dem Jahr 1985.

Der völlig unprofessionelle ‚Moderator‘ hat alle Aufgaben einer Moderation mit ’nicht genügend‘ absolviert. Er präsentierte sich befangen, undemokratisch, unhöflich und als stets unpassend lächelnder Autoritätsmensch. Er entschied selbstständig und gezielt (mit Auftrag der Gemeindevertretung?), wer eine Frage stellen und wer gehört werden darf. Nahm fragenden BürgerInnen das Mikro aus der Hand und wertete selbst Fragen und Meinungen. Den Namen „Bürgerforum“ führte er ad absurdum. Mit unpassenden, unhöflichen und abwertenden Kommentaren wie „ah der Herr Baumeister, da wird`s wieder so technisch“, disqualifizierte er sich selbst für seine Funktion bei dieser Veranstaltung. Nur wenige kamen zu Wort und schon bald beendete er mit „jetzt nur noch wenige Fragen, damit wir im 19 Uhr zu Hause sind“ das Kasperltheater. Niemand, außer ihm, wollte um 19 Uhr zu Hause sein. Die BürgerInnen wollten ihre Meinungen einbringen und Antworten auf brennende Fragen zur Zukunft der Gemeinde. Bezüglich eines nächsten Bürgerforums richtete der Moderator folgende Worte an die engagierten BürgerInnen: „ihr miast ja ned kuma“.

Resümee

Dieses einer Gemeindevertretung unwürdige Schauspiel war respektlos gegenüber den EinwohnerInnen von Ybbs. Der angekündigte Diskurs wurde abgewürgt, inhaltlich gibt es jetzt mehr Fragezeichen als vor der Veranstaltung. Der Gemeindevertretung ist offensichtlich Demokratieverständnis und Verantwortungsbewusstsein völlig abhandengekommen. Lösungen und relevante Fakten blieb die Bürgermeisterin schuldig. Schade um die investierte Zeit und Energie der BürgerInnen. Sollte ein weiteres, ‚Bürgerforum‘ stattfinden, erwarten sich die YbbserInnen ein konstruktives Gespräch auf Augenhöhe, eine Anhörung aller Meinungen und Fragen und jedenfalls eine unparteiische und professionelle Moderation.

PS

Kurz vor dem Bürgerforum fand ein unbeholfener Versuch der Gemeindevertretung statt, die in der Trafik aufliegenden Unterschriftenlisten zu fotografieren.

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